Rezension: Deftones – „Gore“ – Also alles wie immer?

Deftones: Plattencover "Gore"

Vögel. Schon wieder. Zum zweiten Mal nach „Diamond Eyes“ ziert ein Vogel-Motiv das Cover einer Deftones-Platte. Künstlerische Rückschlüsse lässt die fliegende Vogelschar jedoch nicht zu: Die Alternative-Metaller heben auf „Gore“ nicht ab, sondern betreiben Besitzstandswahrung auf höchstem Niveau. Ihr achtes Studioalbum lebt vom Wechselspiel zwischen aggressiver Härte, atmosphärisch dichten Soundflächen, Groove, Melancholie und Chino Morenos unverwechselbarer Stimme. Unaufgeregt und ohne Hektik errichtet Gitarrist Stephen Carpenter seine mächtigen Gitarrenwände. Moreno verdient sich vor dieser Kulisse viele Fleißsternchen in Singen und Kreischen. Also alles wie immer, rufen die Nörgler. Dabei beweisen geniale Songs wie der Opener „Prayers/Triangles“, „Phantom Bride“ oder das rockige „Heart/Wires“, wie wenig Patina der Deftones-Sound ansetzt. Nur wenig verfängt wirklich beim ersten Mal – bis auf die Ahnung, dass dieses Album seine wahre Qualität erst nach mehrmaligem Hören offenbart. Und so kommt es dann. www.deftones.com

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