Rezension: Faith No More – Sol Invictus

Faith No More - Sol Invictus-Cover

Faith No More - Sol Invictus-CoverWer hätte ernsthaft noch mit einer neuen Platte von Faith No More gerechnet – 18 Jahre nach „Album Of The Year“? Aus seiner Abneigung gegen den typischen Teufelskreis aus Auflösung und einer Reunion aus Geldnot, die in einem müden Album mündet, hat vor allem der als kreativer Grenzgänger bekannte Mike Patton in den letzten Jahren nie einen Hehl gemacht. Nun melden sich die Crossover-Pioniere doch noch mit neuer Musik zurück. „Sol Invictus“, selbst produziert und herausgebracht, ist aber beileibe kein Album voll sicherer Hits, von „Superhero“ einmal abgesehen, dafür jedoch von einer selbstbewussten Gelassenheit durchzogen, die man im Rock-Kontext derzeit selten hört. Die Band macht im besten Sinne, wonach ihr der Sinn steht, experimentiert mit Rock, Swing, Balladen, Pop und Rap, und Patton tut, was er am besten kann: singen, brüllen und krächzen wie ein Derwisch. „Sol Invictus“ ist ein Geschenk der Band an sich selbst. Wie die Fans die Platte finden? Zweitrangig. Und gerade hierin liegt vermutlich ihr größtes Kapital.

♠ ♠ ♠ ♠; www.fnm.com

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