Verkaufszahlen 2018: Vinyl-Absatz in Deutschland sinkt erstmals seit zehn Jahren

Plattenkisten in einem Plattenladen

Tja, das musste wohl eines Tages so kommen: Laut einer aktuellen Pressemitteilung der GfK Entertainment, die unter anderem die Offiziellen Deutschen Vinyl-Charts zusammenstellt, kauften 2018 weniger Leute Vinyl-Schallplatten. Damit fand eine zehn Jahre währende Serie ihr Ende: Seit 2006 waren die Zahlen stets gestiegen.

Das Verkaufsniveau bleibt gleichwohl hoch: Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 3,1 Millionen Schallplatten gekauft. 2017 waren es noch 3,3 Millionen gewesen. Der Umsatz sank von 74 Millionen auf 70 Millionen Euro – ein Minus von 5,2 Prozent.

Über zwei Drittel der 20 erfolgreichsten Vinyls sind übrigens Rock- oder Metal-Alben. Ein Beweis, dass „vor allem etablierte Musikhörer gerne zugreifen“, wie die Meldung GfK-Geschäftsführer Mathias Giloth zitiert. Vor allem Queen waren erfolgreich: Die Band profitierte vom Erfolg des Bio-Pics „Bohemian Rhapsody“.

War es das also mit dem Vinyl-Boom? Auf jeden Fall bleibt es eine Nische. Nur zum Vergleich: Allein Spotify machte 2018 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro.

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